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Das Friedensdorf San José de Apartadó muss leben!
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7-11-06 05:53
Die Verfolgung und die Drohungen gehen weiter.

By SAN JOSÉ DE APARTADÓ



Die Friedensgemeinschaft San Jose de Apartado möchte von neuem Zeugnis ablegen von den beharrlichen Bedrohungen, die mit Klarheit den Vernichtungsplan gegen unsere Vorhaben zeigen. Wir möchten der Geschichte und der Menschheit diese Tatsachen hinterlassen, so dass sie eines Tages dieses Verbrechen der Menschenrechtsverletzung selbst beurteilen mögen.

Am 30.Oktober gegen 11 Uhr morgens erhielt ein Mitglied der Gemeinschaft einen Anruf, als es sich in Apartado befand. Die Person, die anrief, stellte sich als Eduard Cardenas vor und als ein Mitglied der „Autodefensa“(Paramilitär) aus Bogota. Er sagte, dass er persönlich mit ihm, (dem Gemeinschaftsmitglied) sprechen möchte, da er ein sehr gutes Angebot habe. Es handle sich darum, eine Information zu liefern und um einen Spionageauftrag in der Gemeinschaft, denn in dem Computer, den sie geklaut haben, hätten sie nicht finden können, was sie gesucht hatten und sie bräuchten dringend etwas, um den Befehl, den sie haben, Leiter der Gemeinschaft und nationale Begleiter umzubringen, rechtfertigen zu können.

Das Gemeinschaftsmitglied sagte ihm, dass er gar nichts mit ihm sprechen müsse und wolle, woraufhin der Paramilitär von insistierte und ihm sagte, was sie bräuchten und dass er für sie arbeiten solle und dass diese Personen auf jeden Fall schon zum Tode verurteilt seien und dass sie den Mord früher oder später ausführen würden und dass er leicht gutes Geld verdienen würde, wenn er ihnen Informationen gäbe, damit sie den Befehl umsetzen könnten, den sie haben.

Die Person aus der Gemeinschaft sagte, dass ihn das nicht interessieren würde und dass er nicht mehr anrufen solle. Der Paramilitär wurde sehr wütend und sagte dem Gemeinschaftsmitglied, dass es eine Verpflichtung sei, ihnen zu helfen und dass er an seine Familie denken solle. Später sagte er ihm, dass er ihn an eine andere Person weiterreichen würde (Telefon) um zu sehen, ob die ihn überzeugen könne.

Er gab Herrn Ouvidio Cardona weiter, der ihm sagte, er solle auf seinen Arbeitgeber Rücksicht nehmen, dass er einsehen solle, wie es ihm zugute käme, und dass sie nur einige Informationen und sonst nichts bräuchten. Das Gemeinschaftsmitglied sagte nochmals nein und legte auf. Danach, am Mittwoch, den 11. November gegen drei Uhr nachmittags, kam nochmals ein Anruf von diesem Herrn Eduardo Cardenas, der fragte, ob er nachgedacht habe. Das Gemeinschaftsmitglied legte sofort auf.

Der Herr Ouvidio Cardona arbeitet schon seit Dezember 2005 bei der staatlichen Armee und war in verschiedene Morde verwickelt gewesen. Der Raub des Computers wurde am 30. Juni 2006 durch Herrn Ouvidio Torres durchgeführt, der ihn dann an die Armee lieferte, wie er dem Herrn Elkin Tuberquia am 2. Juli 2006 gegenüber feststellte. Diese beiden Personen arbeiten auch bei der Armee.

Es ist klar, dass seit mehreren Monaten von Seiten der öffentlichen Macht (Militär) ein Massaker gegen die Führer der Gemeinschaft und deren Begleiter geplant wird, indem sie das Paramilitär dazu benutzen, das freiweg fortfährt Morde in Uraba auszuführen, ohne dass irgendeine nationale Autorität irgend etwas darüber äußern würde.

Selbst im Angesicht dieser klaren Bedrohung herrscht absolutes Schweigen. Wie immer zeigen diese Ereignisse die Zusammenarbeit der öffentlichen Macht (der Staatsarmee) mit den Paramilitärs und dass der Abbau des Paramilitärs ein Farce ist. Alle diese Drohungen, alle diese Todesaktionen lassen uns nicht nachlassen in der gerechten Suche nach einer anderen Welt, im Gegenteil, wir machen inmitten der Schwierigkeiten mit dem selben Enthusiasmus weiter, um eine Welt aufzubauen ohne Straflosigkeit (für Verbrechen der Paramiltärs) und ohne Tod, wie ihn schon der Staat auf unser Land und in unsere Gemeinschaft gesät hat. Diese Mörder irren sich, wenn sie glauben, sie könnten uns mit ihrem Morden aufhalten. Im Gegenteil, die Erinnerung an unsere Märtyrer stärkt uns, das sagte Luis Eduardo Guerra, zur Regierung zwei Wochen bevor er am 21. Februar 2005 durch die Armee ermordet wurde, als er wie jetzt die Drohung für ein Massaker gegen die Gemeinschaft anzeigte.

Wir möchten diese Gelegenheit nutzen, uns für die nationale und internationale Solidarität und für die Begleitung unseres Prozesses durch verschiedene Organisationen inmitten dieser Bedrohung zu bedanken. Diese Solidarität stärkt uns darin, vor der Barbarei nicht zurückzuweichen.

Friedengemeinschaft San Jose de Apartado, 3. November 2006


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