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Das Friedensdorf San José de Apartadó muss leben!
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29-09-06 08:37
Neuigkeiten vom Kolumbienprojekt des IGF - Institut für Globale Friedensarbeit

By TAMERA





Liebe Freunde von Tamera und des Friedensdorfes San José de Apartadó,

eine bewegende Sommeruniversität in Tamera ist zuende gegangen. Es war die gelebte Vision einer neuartigen Universität, und es war ein Thinktank unter ernsthaften FriedensarbeiterInnen aus aller Welt. Es war eine Vertiefung von Freundschaften und der Beginn neuer Kooperationen: zur Ausbildung von FriedensarbeiterInnen, zum konkreten Aufbau von Solar Villages, zum Schutz bedrohter Friedensdörfer wie San José de Apartadó und zum Thema Friedensjournalismus.

Für die Einbettung in ein globales Netzwerk und den Schutz von San José de Apartadó ergaben sich Kontakte mit:
Arun Gandhi
(Enkel von Mahatma Gandhi und Präsident des "M.K. Gandhi Institute for Nonviolence“, USA.),
Sami Awad (Gründer der Friedensinitiative"Holy Land Trust“ in Palästina.),
Srinivasan Soundara Rajan ("Barefoot College" in Indien - Das "Barefoot College" ermöglicht Ausbildung für die Ärmsten, gegründet 1972, ist es führend in nachhaltiger lokaler Entwicklung.)
und anderen.

Wir werden nun darüber nachdenken, ob eine internationale Delegation im Februar 2007 nach San José de Apartadó reisen kann.
Vom 21. bis 25. Februar 2007 organisiert die Friedensgemeinschaft ein Treffen anlässlich des zweiten Todestags von Luis Eduardo Guerra, Angehörigen seiner Familie und Freunden, die am 21. Februar 2005 grausam ermordet wurden.
Nach einer mehrtägigen Gedenkfeier möchte die Gemeinschaft mit allen Teilnehmern der „Internationalen Solidarität“ über Alternativen sprechen, angesichts der drohenden Paramilitarisierung des Landes und ihrer Region.
Anschließend findet am 20. März ein großes Jugendtreffen statt, zu dem auch Jugendliche aus Tamera eingeladen sind.
Wenn alles nach Plan läuft, dann ist Februar/März auch der richtige Zeitpunkt, um die geplante Solaranlage nach San José de Apartadó zu verschiffen (siehe dazu die Projektbeschreibung "San José Solar"). Dort werden wir die Solaranlage zusammen mit Vertretern der Friedensgemeinschaft, in San Josécito installieren.

Wir danken den jugendlichen Vertretern aus San José de Apartadó - Huber Antonio Areiza (24); José Rovirio Lopez (19) und Bladimir Arteaga Guerra(20 ) - für ihre Teilnahme an der Sommeruniversität und ihre unablässige und mutige Suche nach einer friedlichen Lösung inmitten des kriegerischen Konflikts, indem sie derzeit leben müssen.

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Ein Ausschnitt aus einem Interview mit Huber, José und Bladimir während der Sommeruniversität 2006:

Mara (Jugendleiterin/Tamera): Was ist euer größter Wunsch an Tamera und die Gäste der internationalen Sommeruniversität? Wie können wir euch am besten unterstützen?:
Bladimir: Die Hilfe von Tamera besteht bereits sehr stark darin, dass ihr die Arbeit macht, die hier getan wird - dass ihr die Bilder davon, wie man für Frieden arbeitetet, immer mehr entwickelt. Das hilft uns, im Konflikt zu leben. Das Friedenswissen hier, auch das sehr systematisierte Wissen, hilft uns, weiter zusammenzubleiben. Hier findet eine wichtige Ausbildung für uns statt. Jetzt wünsche ich mir vor allem die Weiterführung der Zusammenarbeit mit San José und - was natürlich immer gut ist -, dass die internationale Öffentlichkeit immer mehr von uns erfährt.
Huber: Ihr könnt sehr viel für uns tun. Das eine wäre, wenn Menschen uns tatsächlich besuchen kommen und dass der Präsident sieht, dass bei uns internationale Präsenz herrscht. Es würde mich freuen, wenn der Präsident erfahren würde, dass Menschen nach Kolumbien nicht nur in die großen Städte kommen, sondern in unsere kleine Gemeinschaft. Wir sind sehr klein, aber mit internationaler Öffentlichkeit können wir es schaffen, dass San José überall bekannt wird und Teil eines sehr großen Netzwerkes wird. Da unser Präsident es nicht tut, ist es unsere Aufgabe, dass das Land vorwärts kommt.
Mara: Nächstes Jahr im März wollt ihr ein großes Jugendtreffen machen. Was erhofft ihr euch von diesem Treffen? Welche Art von Zusammenschluß mit den Jugendlichen aus den Gemeinschaften soll entstehen?
Bladimir: Wir glauben, dass die Jugend ein sehr großer Teil in der Lösung des Konfliktes sein muß und dass die Jugend den Gedanken der Gewaltfreiheit schneller aufgreift. Wir wollen das Bewußtsein der Jugend wieder erwecken, damit sie sich als Teil der Gemeinschaft fühlen und auch Lösungsvorschläge von ihrem Standpunkt aus aufzeigen. Es soll klar werden, dass auch wir Jugendlichen dazu fähig sind, Lösungen für den Konflikt zu suchen.
(...)


Herzliche Grüße aus Tamera/Portugal,
Andrea Regelmann, Katja Long, Iris Lindstedt und Martin Funk
Das Kolumbienteam des IGF (Institut für Globale Friedensarbeit)


IGF - Institut für Globale Friedensarbeit
Monte do Cerro, P-7630 Colos
[email protected] ;www.tamera.org ; www.sos-sanjose.org
Tel: +351-283 635 484, Fax: -374


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