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Das Friedensdorf San José de Apartadó muss leben!
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21-02-06 13:24
Erinnerung an das Massaker vom 21.2.2005

By GRUPPE KRISALIDA





Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freundinnen und Freunde,

heute, am 21. Februar 2006, jährt sich das Massaker an acht Mitgliedern der Friedensgemeinde von San José de Apartadó in der Region Urabá in Kolumbien. Vor einem Jahr wurden mit unbeschreiblicher Brutalität eine der wichtigsten Führungspersonen der Friedensgemeinde, Luis Eduardo Guerra Guerra, seine Lebensgefährtin Bellanira Areiza und sein Sohn Deiner Andrés umgebracht. Auch der Gemeindeführer Alfonso Bolívar, dessen Frau Sandra Milena Munoz, ihre Kinder Natalia Andrea und Santiago sowie der Landarbeiter Alejandro Pérez wurden ermordet. Zeugenaussagen verweisen auf die Verantwortung der kolumbianischen Armee für diese Verbrechen gegen die Menschlichkeit.

Anlässlich des Jahrestages dieses Massakers veröffentlicht die Gruppe Krisalida ein Gespräch mit Luis Eduardo Guerra, das bereits im Juni 1998 geführt wurde. In diesem Gespräch erzählt Luis Eduardo von der Region Uraba ab den 1970er Jahren, dem Eskalieren von politisch motivierter Gewalt in den 1980er und 1990er Jahren und der Gründung der Friedensgemeinde im März 1997 als pazifistische Antwort einer Gruppe von Bauernfamilien angesichts ihrer eigenen Bedrohung von Vertreibung und Gewaltverbrechen . Luis Eduardo Guerra zieht Bilanz über die Erfolge und die Schwierigkeiten in den ersten vierzehn Monaten des Bestehens der Friedensgemeinde. Die Situation, die der Gemeindeführer beschreibt, hat viele Parallelen mit der heutigen, von der die Friedensgemeinde in ihren öffentlichen Kommuniqués regelmäßig berichtet.

Das Gespräch mit Luis Eduardo Guerra von 1998 verstehen wir als Teil der historischen Wahrheit der Opfer von Menschenrechtsverletzungen und Kriegsverbrechen in Kolumbien, im konkreten Fall, die der Bauernfamilien, die sich in der Friedensgemeinde von San José de Apartadó zusammengeschlossen haben. Vor diesem Hintergrund wurden im Text auch vertrauliche Informationen aus dem Gespräch von 1998 aufgenommen. Erläuternde Anmerkungen stellen die persönlichen Ausführungen in den aktuellen Kontext und verdeutlichen ihre menschenrechtliche und friedenspolitische Relevanz.

Die Veröffentlichung anlässlich des ersten Jahrestages des Massakers gilt der Würdigung der Opfer der Friedensgemeinde. Der Kampf für Recht und Gerechtigkeit dieser Friedensinitiative "von unten" und ihre Bemühungen, ein Modell friedlicher Konfliktlösung zu entwickeln, das auf den Prinzipien des internationalen Rechts gründet, ist nicht nur für Kolumbien von Bedeutung.

Das Titelbild von "Eine Friedensinsel, die nicht mehr zerstört werden kann" ist von Alberto Jerez und Marina Wieland und erinnert an die Opfer des Massakers vom Februar 2005.*

Mit freundlichen Grüßen

Bettina Reis und Werner Huffer-Kilian
Gruppe KRISALIDA

KRISALIDA ist eine internationale Gruppe, die sich für Menschenrechte, Kunst und Kultur in Kolumbien einsetzt.



Links:
Gespräch mit Luis Eduardo Guerra


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