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Das Friedensdorf San José de Apartadó muss leben!
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In unserem Friedensdorf San José de Apartado im Konfliktgebiet von Kolumbien leben 1350 Menschen, die zur Friedensgemeinde San José de Apartadó gehören.

Wir besitzen keine Waffen und verzichten auf jegliche Gewaltmittel. Unsere Vision ist es, hier im umkämpften Gebiet eine autarke Insel des Friedens und der Gewaltlosigkeit zu bilden als ein konkretes Hoffnungszeichen gegen die Sprache der Waffen und Vertreibung.

Seit unserer Gründung im Jahr 1997 sind 164 Menschen aus unserer Gemeinschaft entweder nachweislich ermordet worden oder verschwunden.

Am 21. Februar 2005 wurden 8 Menschen, darunter unser Sprecher Luis Eduardo Guerra, seine Frau, sein 11jähriger Sohn und zwei Kinder im Alter von 2 und 6 Jahren Opfer eines grauenhaften Massakers. Wir fürchten, die verschiedenen Interessengruppen im kolumbianischen Konflikt wollen unser Dorf eliminieren, um die strategisch wichtige Region, die zudem reich an Bodenschätzen ist, besser kontrollieren zu können.

In diesem Jahr hat die Regierung uns der Kooperation mit den Guerillas bezichtigt. Sie riet internationalen Organisationen vor der Kooperation und Unterstützung mit San José ab. Dies könnte unser Todesurteil sein, denn so lange diese ungeheuerliche Unterstellung durch die Regierung nicht zurückgenommen wird, gelten wir als vogelfrei. Peace Brigades International, Amnesty International, Gloria Cuartas (Trägerin des Unesco-Preises „Bürgermeisterin für den Frieden“), der Jesuitenpater und bekannte Menschenrechtsaktivist Javier Giraldo und viele weitere Freunde aus aller Welt haben bisher sehr viel für uns getan. Dafür sind wir von ganzem Herzen dankbar.

Doch nun ist eine Zuspitzung der Situation eingetreten, in der wir auf breite, internationale Solidarität angewiesen sind. Nur wenn eine möglichst große internationale Öffentlichkeit ihre Aufmerksamkeit auf unser Friedensdorf richtet und das Unrecht, das hier geschehen ist und sich noch zu vergrößern droht, unmissverständlich verurteilt, kann der Vernichtungsstrategie der Konfliktparteien Einhalt geboten werden. Bitte helfen Sie uns! Wir haben viel Schmerz erfahren.

Menschen, mit denen wir zusammengearbeitet und gelebt haben wie mit Brüdern, sind grausam ermordet worden. Unsere Kinder leben in Angst. Aber inmitten des Grauens wird trotz allem immer wieder Hoffnung geboren, etwas Neues aufbauen zu können. Jeder Same, den wir pflanzen, ist ein kleiner Schritt der Hoffnung. Wir arbeiten weiter, weil wir hoffen, dass eines Tages die Welt des Krieges ersetzt wird durch eine Welt des Friedens. Wir sind aus tiefstem Herzen dankbar für jede Aktion, jedes Gebet und jeden Gedanken, der mithilft, unser Überleben zu sichern und damit zu beweisen, dass Friede stärker ist als alle Gewalt. Möge Gott allen, die mit uns sind, Ihre Solidarität und ihr Mitfühlen reich vergelten.

Für die Communidad da Paz San José de Apartadó

Dona Maria Brigida Gonzalez und Jesús Emilio

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